Krimi/Thriller · Rezensionen

Anja Berger – Die Farben des Bösen

 

Kurzinformation

img_20180602_15564696976926889430491.jpgEin überraschender Thriller aus der Schweiz um Leidenschaft und dunkle Geheimnisse!

Ein unauffälliger Mann beginnt, Singlefrauen die Zuneigung vorzuspielen, nach der sie sich sehnen. Er lädt sie mit einem anonymen Brief zu einem Blinddate ein, entführt sie, foltert, verstümmelt und tötet sie. Die Polizei lockt er anfangs mit Körperteilen, die er an den unmöglichsten Orten deponiert, dann mit den Leichen der Frauen. Der Mörder gleicht seine Opfer optisch einander an, bis sie alle blond und blauäugig sind – und damit einer einzigen zum Verwechseln ähnlich sehen: Eva…


Meine Meinung

Die Farben des Bösen hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Der Thriller hat sehr gut angefangen, hat aber immer mehr abgebaut. Ich musste mich sehr überwinden weiter zu lesen. Er hat sich einfach sehr in die Länge gezogen. Trotzdem gibt es ein paar positive Aspekte, die ich euch anfangs darlegen möchte.

Die Gliederung des Thrillers hat mir sehr gut gefallen und hat es mir leicht gemacht, nicht den Überblick über die einzelnen Szenarien zu verlieren. Die einzelnen Kapitel sind in den Farben schwarz, grau und weiß strukturiert. Durch diese Gliederung weiß man, welche Protagonisten gerade im Geschehen sind. Schwarz zB ist die Farbe für den Mörder. Da es sehr viele wechselnde Schauplätze gibt, finde ich diese Strukturierung sehr hilfreich.

Außerdem beschreibt die Autorin Anja Berger die Vorgehensweise des Mörders besonders detailliert. Vor allem wie er seine Opfer foltert, bereitete mir mehr als einmal Gänsehaut. Während des Lesens hat der Leser ein Bild vor Auge, wie er vorgeht.

Anfangs beginnt Die Farben des Bösen spannend. Nach und nach bekommt man mit, wie der Mörder auf Jagd geht. Zwischendurch wechselt man dann zu den Charakteren Eva, Tanja, Chris und Sam, die eine gemeinsame Vergangenheit haben. Dann wiederum erzählt die Autorin, wie die Leichen bzw einzelnen Leichenstücke gefunden werden. Diese Szenarien wechseln sich immer ab und schon sehr früh werden einige Leichen gefunden. Doch genau da liegt für mich das Problem. So ab der Mitte des Buches wird es langweilig, da einfach nichts Neues mehr dazu kommt. Es läuft immer nach dem selben Schema ab. Wenn man sich anfangs noch fragt, welchen Zusammenhang es zwischen dem Mörder und Eva gibt, wird einem das schon ziemlich früh klar. Leider kann man sich auch schon bald denken, wer der Mörder ist. Das ist für mich der Grund, warum es sich in die Länge gezogen hat. Es fehlt einfach an dem Überraschungsmoment. Der einzige Grund, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe, war, dass ich wissen wollte, warum der Mörder Eva als sein Hauptziel auserkoren hat. Seine Hintergedanken sind das einzig überraschende an der Geschichte.

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, eine Meinung über die einzelnen Protagonisten zu bilden. Hierfür fehlen mir einfach genauere Einblicke in die einzelnen Charaktere. Die einzige, die mir hängen geblieben ist, ist Jenny. Jenny ist eigentlich die Sekretärin der Polizei, erinnert mich aber dank der Schilderung der Autorin etwas an Penelope Garcia aus Criminal Minds.

Abschließend möchte ich mich noch bei Topkrimi und Netgalley bedanken, dass sie mir dieses Ebook als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Auch wenn mich Die Farben des Bösen nicht überzeugt hat, werde ich das zweite Rezensionsexemplar Spieglein, Spieglein noch lesen.

Eckdaten

Titel: Die Farben des Bösen | Autorin: Anja Berger | Verlag: Knaur | Genre: Thriller | ISBN: 978-3-426-21554-8

Ein Kommentar zu „Anja Berger – Die Farben des Bösen

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