Krimi/Thriller · Rezensionen

John Grisham – Das Original

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Eckdaten

Titel: Das Original | Autor: John Grisham | Verlag: Heyne | Genre: Krimi | Seitenzahl: 368

Leseprobe: Das Original

Klappentext

Ein Coup, der die Buchwelt erschüttert

In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

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Leseeindrücke

Das Original ist mein erstes Buch von John Grisham. Bisher hatte ich es einfach nicht geschafft, eines seiner Werke zu lesen, obwohl mir sein Name sehrwohl ein Begriff war. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch für das Rezensionsexemplar beim Bloggerportal bedanken.

Warum ausgerechnet dieses Buch? Ehrlich gesagt, habe ich mich aufgrund des Covers für Das Original als Erstbuch entschieden. Die Palmen und der Blick aufs Meer hatte so eine Anziehung auf mich, dass ich einfach dieses Buch haben musste. Es spiegelt auch perfekt den Hauptort der Handlung wider – Florida, Camino Island. Das Cover ist meines Erachtens perfekt gelungen.

Die Geschichte selbst fand ich sehr interessant, vor allem wie sich Mercer in ihrer Rolle als Spionin schlug. Allerdings drückt der Anfangsteil meine Bewertung etwas nach unten. Die Vorgeschichte, genauer der Diebstahl selbst und die schnellen Festnahmen, aber auch die Entwicklung von Bruce Cable, konnten mich nicht so überzeugen. Nachdem das FBI die ersten Verdächtigen festgenommen hat, fragte ich mich die ganze Zeit, was jetzt noch kommen soll, wenn doch eh schon alles klar ist. Die Erzählung über Bruce Cable hat sich etwas in die Länge gezogen, so dass ich eigentlich erst so ab Seite 100 wirklich in die Geschichte reingekommen bin. Dann aber wurde es interessant. Dazu muss ich aber erwähnen, dass ich Anfangs glaubte, dass es sich bei der Handlung des Buches um die Aufklärung des Diebstahls geht. Erst nachher erkannte ich, dass es vielmehr um das Auffinden der gestohlenen Manuskripte geht.

Besonders symphatisch war mir die Protagonistin Mercer Mann. Ihre Unsicherheit, ob sie ihrer Aufgabe als Spionin überhaupt gewachsen ist, aber auch ihre Entwicklung im Laufe der Erzählung zeigte mir wieder mal, wie sehr man über sich selbst rauswachsen kann. Sie hatte eine so liebliche Art, die es mir schwer machte, sie nicht zu mögen. Bruce Cable hingegen war mir immer etwas suspekt. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass er sich etwas distanziert gab und trotzdem gerade im Buchgeschäft viel Einfluss hatte. Die Distanziertheit kommt wahrscheinlich daher, dass er doch immer auf der Hut sein musste. Bruce‘ Frau Noelle ist für mich schwer einzuschätzen. Ich bin mir bei ihr nicht sicher, ob sie ihre Freundlichkeit nur vorgaukelt. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie einem nur etwas vormacht. Das Schriftstellerpaar Myra und Leigh fand ich besonders faszinierend. Zwei so unterschiedliche Charaktere, die sich trotzdem irgendwie ergänzten. Myra war der auffallendere Part des Paares, sie hatte immer den Drang im Mittelpunkt zu stehen. Was mir weniger an ihr gefiel, dass sie ihre Partnerin bzw dessen Arbeit immer schlecht machen musste. Leigh hingegen war ruhig und versuchte immer Myra’s „Patzer“ auszubessern. Interessant wäre hier, ob sich dieses Kräfteverhältnis auch so verteilt, wenn die beiden alleine sind.

Ich möchte hier jetzt nicht noch auf all die anderen Personen des Romans eingehen, dafür sind es einfach zu viele. Die oben erwähnten waren für mich einfach die prägnantesten.

John Grisham hat mich regelrecht nach Camino Island entführt. Ich hatte das Gefühl, mittendrin in dieser Stadt zu sein. Ich kann mir geradezu bildlich die Buchhandlung, die Cafes, das ganze Ambiente vorstellen. Irgendwie hatte das Ganze so den Kleinstadtcharme, den ich so sehr liebe. Am liebsten würde ich zusammen mit Mercer durch die Stadt schlendern. John Grisham hat mich mit seiner Erzählweise komplett überzeugt, weitere Bücher von ihm zu lesen. Auch sein Schreibstil reißt einem regelrecht mit und so habe ich nach der anfänglichen Hürde das Buch in einem durch verschlungen.

Bewertung    4/5

2 Kommentare zu „John Grisham – Das Original

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