[Rezension] Ein Sommer und ein ganzes Leben – Kristina Valentin

Eckdaten

Titel: Ein Sommer und ein ganzes Leben | Autor: Kristina Valentin | Verlag: Diana | Genre: Roman | Seitenzahl 280

Klappentext

Manchmal musst du alte Träume zurücklassen, um das Glück zu finden

Katharina denkt an ihre Kinder, sie denkt an ihre Kunden, und viel zu selten denkt sie an sich selbst. Bis sie ihren neuen Nachbarn David kennenlernt, der sie charmant und schlagfertig zum Lachen bringt. David sitzt im Rollstuhl und schweigt über seine Vergangenheit genauso hartnäckig wie Katharina über ihren großen Schmerz. Immer wieder begegnen sich die beiden im Garten unter der alten Kastanie. Und für Katharina beginnt der überraschendste Sommer ihres Lebens…

Leseeindrücke

Ein Sommer und ein ganzes Leben erzählt zwei Geschichten zweier Menschen, die durch glückliche Fügung aufeinander treffen. Jeder von den beiden hat sein eigenes Schicksal zu tragen. Zum einen wäre hier Katharina, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die versucht ihr Leben nach einem tragischen Unfall ihres Mannes zu meistern und dabei mehr als einmal an ihre Grenzen stösst. Auf der anderen Seite ist David, der im Rollstuhl sitzt und seine eigenen Herausforderungen des Lebens als „Behinderter“ zu bewältigen hat.

Davids Behinderung spielt in diesem Buch eine Rolle. Aber nur in dem Zusammenhang, in dem die Autorin Kristina Valentin darauf aufmerksam machen möchte, dass Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, trotzdem ein normales Leben führen können. Eben halt mit Rollstuhl. Trotzdem haben sie eine Familie, Freunde, gehen einer Arbeit nach und je nach Art der Behinderung können sie auch Kinder bekommen. Mit diesem Buch möchte uns die Autorin aufmerksam darauf machen, dass wir Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, nicht grundsätzlich in eine Schublade stecken. Sie sind Menschen wie du und ich, und genau so möchten sie auch angesehen werden.

Im Laufe der Erzählung erfährt man zwar, warum David im Rollstuhl sitzt, doch darum geht es im Endeffekt nicht. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei daran, wie David sein Leben eben mit Rollstuhl meistert, welche Hindernisse er im Alltag zu bewältigen hat. Und das macht er echt gut.

Aber es geht nicht nur um David, sondern auch um Katharina und ihr Leben. Katharina ist, wie schon erwähnt, alleinerziehende Mutter und hat auch hierbei ihre Hürden zu überwinden. Es ist gar nicht so einfach alles unter einem Hut zu bekommen: Kinder, Arbeit und dem Haushalt. Dabei vergisst man ganz leicht eines – sich selbst. Und gerade damit hat Katharina zu kämpfen. Kristina Valentin zeigt in diesem Zusammenhang, wie wichtig es ist, dass man gerade in solchen Situationen Freunde und Familie hinter sich hat, die einem unterstützen. Nur sollte man diese Hilfe auch annehmen. Und gerade damit hat Katharina große Schwierigkeiten. Nachdem sie einen schweren Schicksalsschlag erleiden musste, fällt es Katharina umso schwerer, ihre Kinder etwas loszulassen. Und dabei kommt David ins Spiel.

Denn schlussendlich ist Ein Sommer und ein ganzes Leben doch irgendwie ein Liebesroman und so kann man sich schon denken, wie das Buch endet. Trotzdem habe ich die Lektüre sehr genossen. Es zeigt einem wieder mal wie wichtig es ist, nicht auf ewig in der Vergangenheit zu leben, sondern sich auf das Leben im Hier und Jetzt einzulassen.

Bewertung     4/5

2 Kommentare zu „[Rezension] Ein Sommer und ein ganzes Leben – Kristina Valentin

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