Belletristik · Rezensionen

Jodi Picoult – Bis ans Ende der Geschichte

Eckdaten

Titel: Bis ans Ende der Geschichte | Autor: Jodi Picoult | Verlag: Penguin | Genre: Roman | Seitenzahl: 554

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Leseprobe: Bis ans Ende der Geschichte

Klappentext

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten, pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds schnell eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch dann offenbart Josef ihr ein lange vergrabenes, entsetzliches Geheimnis. Das stellt Sage vor die schwierigste Entscheidung ihres Lebens…

Leseeindrücke

Erstmals möchte ich mich beim Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Bis ans Ende der Geschichte ist mein erstes Buch von der Autorin Jodi Picoult und ich muss sagen, dass ich etwas unschlüssig bin, wie ich das Buch für mich einordnen soll. Zum einen behandelt es ein sehr wichtiges Thema unserer Weltgeschichte – den 2. Weltkrieg – , zum anderen behandelt es aber auch das Thema „Vergebung“, welches für mich gerade aus religiöser Sicht sehr schwer ist.

Als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich nicht, dass ich in dieser Geschichte eine kleine Reise zurück zur NS-Zeit mache. Aber gerade dieser Teil des Buches, in dem Sage’s Großmutter ihre Erfahrungen dieser Zeit erzählt, fand ich äußerst interessant. Im Geschichte – Unterricht erfährt man ja nur die wesentlichen Fakten. Auch wenn eigentlich jeder weiß, was in den Konzentrationslagern passiert ist, ist es etwas anderes, wenn man hautnah erfährt, wie es den Betroffenen selbst dabei geht.

Grundsätzlich aber geht es aber nicht um die Geschichte, sondern auch um die Frage, ob man selbst in der Lage ist, einem „Schuldigen“ zu verzeihen bzw zu vergeben. Wer hat das Recht dazu einem anderen zu vergeben? Und gibt es Dinge, die man einfach nicht vergeben kann? Wo liegt hier die Grenze? Für mich ist das eine sehr schwierige Frage und ich kann Sage sehr gut verstehen, dass sie hier in einer Zwickmühle steckt. Ich muss ehrlich sagen, ich könnte nicht sagen, wie ich in dieser Situation reagieren würde.

Auf jeden Fall ist das Buch sehr interessant aufgebaut, denn es ist keine einfache Erzählung wie man es sonst kennt. Durch den wechselnden Erzähler wird man in schrittweise in die Geschichte eingeführt und man kann sich durch verschiedene Blickwinkel die NS-Zeit ansehen. So erfährt man zum einen die Geschehnisse aus der Sicht einer Überlebenden (wie bereits oben erwähnt), aber auch aus der Sicht eines Nachfahren einer Überlebenden und eines deutschen SS-Soldaten. Gerade letzteres war  für mich oft schwer zu lesen. Es fällt mir einfach schwer zu glauben, wozu Menschen fähig sind.

Abschließend möchte ich anmerken, dass dieses Buch keine leichte Lektüre ist und man sich deshalb genügend Zeit zum Lesen nehmen sollte. Es regt sehr zum Nachdenken an. Noch dazu sind die geschilderten Details nicht immer leicht zu verdauen und ich musste öfters mal das Buch zur Seite legen.

Bewertung     3,5/5

3 Kommentare zu „Jodi Picoult – Bis ans Ende der Geschichte

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