[Rezension] Madame le Commissiare und die tote Nonne – Pierre Martin

Eckdaten

Titel: Madame le Commissiare und die tote Nonne | Autor: Pierre Martin | Verlag: Knaur eBook | Genre: Krimi | Seitenzahl: 331

Klappentext

Vom Rand einer steil abfallenden Klippe, wo man sonst unter hohen Aleppo-Kiefern wunderbar den Sonnenuntergang genießen könnte, bietet sich Isabelle Bonnet ein alles andere als idyllischer Anblick: Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet. Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war: Die Nonne lebt nicht mehr. Offenbar hatte sie bei der Suche nach seltenen Heilpflanzen den Halt verloren und war zu Tode gestürzt. So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei.

Madame le Commissiare jedoch misstraut der ersten Schlussfolgerung ihrer Kollegen – und behält recht. Sie nimmt ihre Ermittlungen in dem einsam, aber malerisch gelegenen Monastere im Massif des Maures auf und hat bald mehr als einen Verdächtigen. Doch wer würde wirklich so weit gehen, eine Nonne zu ermorden?

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Leseeindrücke

Erstmals möchte ich mich bei Netgalley und Topkrimi für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Dieses hier wurde mir eigentlich als Vorabexemplar zur Verfügung gestellt, aber ich habe es leider erst jetzt geschafft.

Besonders gut hat mir das Cover gefallen. Soweit man sehen kann, sieht man Lavendel und die intensive Farbe des Covers lässt mich das Gefühl haben, den Lavendel riechen zu können.

Nun aber zum Inhalt: Der Kriminalfall selbst war sehr gut gelungen. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer hinter den Straftaten steckt. Immer wieder gibt es neue Verdächtige und alle miteinander hätten ein gutes Motiv. Leider hat sich für mich aber die Geschichte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Mir fehlte das gewisse Etwas und ich hoffte beim Lesen öfters, dass ich endlich fertig werde.

Die Hauptprotagonistin Madame le Commissiare Isabelle Bonnet war mir von Anfang sympatisch. Nachdem sie in der Vergangenheit beinahe bei einem Terroranschlag ums Leben kam, beschloss sie, ihr Leben zu ändern und ist in ihre Heimatstadt zurück gekehrt. Sie geniesst im Grunde ihr Leben in vollen Zügen und versucht ihr Hauptaugenmerk auf die Gegenwart zu lenken. Pierre Martin lässt dem Leser an ihrem Leben teilhaben, so dass man nicht nur mit der Lösung des Falles beschäftigt war, sondern auch Einsicht in ihr Privatleben bekommt. Für meinen Geschmack ist das aber etwas zu viel gewesen. Natürlich braucht man diesen Einblick, damit man die Protagonistin besser kennen lernt. Aber ich will ehrlich gesagt nicht seitenweise nur etwas über ihr Liebesleben erfahren. Dadurch verliert man den Zusammenhang zur eigentliches Geschichte – den Kriminalfall.

Der Schreibstil von Pierre Martin ist leicht leserlich, auch wenn es den öfteren schwer ist, die französischen Wörter zu lesen. Im Grunde aber weiß man, was gemeint ist.

Im Großen und Ganzen war für mich dieses Buch eine eher mittelmäßige Kriminalgeschichte. Trotzdem möchte ich dem Autor noch eine Chance geben und noch ein weiteres Buch von ihm lesen. Vielleicht kann er mich dann mehr überzeugen.

Bewertung 3,5/5

Ein Kommentar zu „[Rezension] Madame le Commissiare und die tote Nonne – Pierre Martin

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