Belletristik · Rezensionen

Carlos Ruiz Zafon – Marina

Vor einigen Jahren habe ich schon mal ein Buch dieses Autors gelesen. Damals fand ich seinen Schreibstil etwas mühselig, trotzdem wollte ich ihm jetzt noch mal eine Chance geben. Beim Stöbern durch die Abverkaufsbücher bin ich dann auf dieses gestoßen.

Eckdaten

Titel: Marina | Autor: Carlos Ruiz Zafon | Verlag: Fischer | ISBN: 978-3-596-18624-2 | Seitenzahl: 350 | Genre: Roman

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Klappentext

Als Oscar Dria das Mädchen Marina trifft, ahnt er nicht, dass sie sein Leben für immer verändern wird. Mit ihrem Vater lebt sie in einer alten Villa wie in einer vergangenen Zeit. Marina bringt Oscar auf die Spur einer mysteriösen Dame in Schwarz.

Leseeindrücke

Einer der Gründe, warum ich dieses Buch mitgenommen habe, war sein Cover. Es strahlt etwas Mystisches, Geheimnisvolles aus. Ich musste einfach wissen, was es mit diesem alten Haus auf sich hat.

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, Marina einem bestimmten Genre zuzuordnen. Es hat von allem ein bißchen was. Liebe, Mord, Geheimnisse und Monster. Gerade letzteres macht es mit schwer, die Geschichte einzuordnen. Anfangs sieht es nach einer Liebesgeschichte aus, die sich im Laufe des Lesens zu einem Kriminalroman entwickelt, wobei auch das nicht wirklich zutreffend ist.

Schon sehr früh bemerkt man, dass sich zwischen Oscar und Marina eine besondere Beziehung entwickelt. Ebenso wird einem schnell klar, dass Marina ein Geheimnis mit sich herumschleppt, dass sich erst zum Ende hin aufklärt. Oscar sieht sich selbst als minderwertiger an, wodurch er glaubt, niemals an Marina ranzukommen. Trotzdem zieht es ihm immer wieder zu ihr hin und gemeinsam decken sie ein dunkles Geheimnis auf.

Auf einem ihrer Spaziergänge beobachten die beiden eine alte, ganz in schwarz gekleidete Frau, die vor einem namenlosen Grab stehen bleibt. Neugierig wie sie sind, folgen Oscar und Marina dieser Frau und stoßen dabei auf die Geschichte des schwarzen Schmetterlings. Durch ihre weiteren Recherchen bringen sie den Stein ins Laufen. Nach und nach wird einem die Geschichte von Michail Kolwenik erzählt, die schon seit Jahren einen Schatten auf die Geschichte Barcelonas wirft. Doch was wirklich damals passiert ist, damit rechnet man niemals. Carlos Ruiz Zafon zeigt uns, wie schmal die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist.

Das Buch liest sich wie eine Achterbahnfahrt. Unerwartete Wendungen und dramatische Passagen lassen einem nicht mehr los. Stück für Stück nähert man sich der Wahrheit. In jedem Kapitel erfährt man ein bißchen mehr, wodurch das Buch wirklich spannend war. Ich werde auf jeden Fall nochmal ein Buch von Carlos Ruiz Zafon lesen.

Bewertung

🌻🌻🌻🌻🌻

Ein Kommentar zu „Carlos Ruiz Zafon – Marina

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