Krimi/Thriller · Rezensionen

Schattenrot – Felix Leibrock

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Titel: Schattenrot

Autor: Felix Leibrock

Verlag: Knaur

ISBN: 978-3-426-44220-3

Seitenzahl: 306


Klappentext

Ein Weimar-Krimi mit einem originellen Ermittlerteam, der weit in die deutsche Vergangenheit zurückreicht, vom Krimi-Pfarrer Felix Leibrock.

Nach einem heißen Sommertag des Jahres 2016 geht bei der Weimarer Kripo eine Vermisstenanzeige ein: Die 17-jährige Unternehmerstochter Anna Kellermann ist am Abend zuvor nicht nach Hause gekommen. Wie Befragungen an Annas Schule ergeben, ist sie mit dem 20-jährigen Maximilian Stein zusammen, der mit Drogen dealt. Die Polizei startet einen groß angelegten Sucheinsatz. In den Fokus rückt ein Waldstück hinter dem Weimarer Klinikum. Mitschüler erzählen, Anna, die sich stark für Umweltthemen engagiert, habe mit zwei Mitschülerinnen an einer Seminarfacharbeit über Wölfe in Deutschland geschrieben. Ihr Part war es, die Geschichte der Wölfe in der DDR zu erforschen. Dazu hat sie unter anderem Förster befragt. Die Kripo findet heraus, dass Anna offenbar einem Wolfhasser auf die Spur gekommen ist, der in DDR-Zeiten mehrere der seltenen Tiere erschossen hat, und überprüft das Alibi aller Sexualstraftäter in Thüringen. Bei einem von ihnen erhärten sich die Verdachtsmomente..

Leseeindrücke

Ein spannender Krimi bis zum Schluss….Die Unternehmerstochter Anna Kellermann verschwindet spurlos. Was ist mit ihr geschehen? Lebt sie noch, wurde sie entführt? Die Weimarer Kripo tappt lange Zeit im Dunkeln. Zwar gibt es jede Menge Verdächtige, aber nichts führt sie zu Anna. Gleichzeitig zu dieser Geschichte schweift der Autor immer wieder in die Vergangenheit ab. Doch was hat die Geschichte von Generalstabsoffizier Fritz Blohm, der Schauspielerin Katharina Lempertz und dem jungen Gustav Schlüter mit dem Verschwinden von Anna zu tun.

Im Laufe der Ermittlungen ergeben sich einige möglichen Spuren, was mit Anna passiert sein könnte. Kurzfristig sieht es so aus, dass sie entführt wurde. Es gehen Lösegeldforderungen ein, doch Anna taucht trotzt Zahlung nicht auf. Bei den Befragungen an Annas Schule erfahren die Kripobeamten, dass sie mit dem Drogendealer Maximilian Stein zusammen ist. Zeugen sagen aus, dass die beiden am Tag ihres Verschwindens Streit miteinander haben. Ist dieser Streit eskaliert? Außerdem geben zwei Mitschülerinnen an, dass sie gemeinsam mit Anna an einer Seminafacharbeit arbeiten. Annas Part war dabei die Geschichte der Wölfe zu DDR-Zeiten. Dafür suchte sie verschiedene Personen auf, die entweder selbst einen Wolf erschossen haben oder zumindest jemanden kennen, der das getan hat. Ist die dabei an den Falschen geraten? In Zusammenhang mit ihren Recherchen hat sie auch Kontakt zu Tierschutzorganisationen aufgenommen. Da stellt sich doch die Frage, ob sie vielleicht einfach ausgerissen ist, um mit denen zusammen eine Befreiungsaktion zu starten. In Frage kommen auch ein aktenkundiger Sexualstraftäter und der Onkel von Anna, der sozusagen das schwarze Schaf der Familie ist.

Felix Leibrock versteht es, seine Leser an das Buch zu fesseln. Bis zum Schluss hat man keine Ahnung, wer hinter Annas Verschwinden steckt. Keine der Spuren führt zu Anna. Zur selben Zeit verschindet in München die Frau eines Promianwaltes. Stehen diese beiden Verbrechen irgendwie im Zusammenhang? Und vor allem wer steckt dahinter. Denn nicht nur diese Frau verschwindet. Derjenige, der dafür verantwortlich ist, plant schon seinen nächsten Schlag.

In Schattenrot geht es aber nicht nur um die Suche nach Anna. Zwischendurch wird man immer wieder in die Vergangenheit, genauer gesagt zum Ende der NS-Zeit, entführt. Dabei spielt vor allem die Schauspielerin Katharina Lempertz eine Rolle. Es stellt sich dabei immer wieder die Frage, wie das Ganze mit dem aktuellen Fall im Zusammenhang steht.

Im Grunde muss ich sagen, ein wirklich gelungener Krimi. Er beinhaltet einfach alles, was das Krimi-Herz braucht. Es sind kurze und prägnante Kapitel, und obwohl diese Zeitsprünge drinnen sind, verliert man nicht den Überblick. Man bekommt immer genau soviel Informationen, dass man sie bestens verarbeiten kann und nicht überfordert wird. Denn gerade bei mehreren Schauplätzen kann es leicht mal passieren, dass man durcheinander kommt. Zumindest mir geht es öfters mal so. Aber das war in Schattenrot nicht der Fall.

Übrigens hat mir dieses Rezensionsexemplar Topkrimi zur Verfügung gestellt. Aufgrund des auffallenden Covers habe ich mich für dieses Buch entschieden. Dieses knallrote Bild hat auf mich einfach irgendwie eine Nervenkitzel versprechende Wirkung und das Buch hat mich nicht enttäuscht.

Mein Fazit

Ein Krimi, den man einfach lesen muss. Ich kann ihn einfach jeden nur empfehlen, der wie ich, auf richtig gute Spannung steht. Davon abgesehen, erfährt man noch etwas aus der Vergangenheit, vor allem aus den russischen Straflagern, das man so vielleicht nicht unbedingt weiß.

 

Ein Kommentar zu „Schattenrot – Felix Leibrock

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