Krimi/Thriller · Rezensionen

Verschwörung in der Camargue – Daniel Holbe, Ben Tomasson

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Titel: Verschwörung in der Camargue

Autor: Daniel Holbe, Ben Tomasson

Verlag: Knaur

ISBN: 978-3-426-45097-0

Seitenzahl: 391


Klappentext

Einer Tausende Jahre alte Legende zufolge soll von Les-Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue aus der christliche Glaube in Europa verbreitet worden sein – was der Archäologe Philippe Clairvaux durch Ausgrabungen in der Krypta der dortigen Kirche wissenschaftlich belegen will. Doch dann wird er ermordet. Capitaine Jacques Maillard, Mordermittler bei der Polizei in Arles, übernimmt den Fall und bekommt Unterstützung von der britischen Archäologin Meredith Bedford, die die Grabungen in der Kirche mit dem Ermordeten durchführen wollte. Beide ahnen nicht, dass sie ins Visier einer geheimen Bruderschaft geraten, die Südfrankreich zum Zentrum der katholischen Kirche machen will.

Leseeindrücke

Dieses Ebook wurde mir von Topkrimi und Netgalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Es ist erst am 1. Dezember veröffentlicht worden und wurde mir im Vorhinein zum Lesen überlassen. Ich hab mich riesig darüber gefreut – meines erstes Vorab-Exemplar. Worum geht es also?

Verschwörung in der Camargue ist ein Krimi in der Art von Dan Brown gepaart mit der aktuellen Thematik des Terrorismus. Ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Von Mord, Terroranschlag und Intrigen…dieser Krimi beinhaltet alles.

Der Archäologe Philippe Clairvaux möchte durch Ausgrabungen wissenschaftlich belegen, dass der christliche Glaube von Südfrankreich aus in Europa verbreitet wurde. Als Unterstützung holt er sich seine ehemalige Studentin Meredith Bedford und einen wissenschaftlichen Mitarbeiter seiner Universität mit an Bord. Doch noch bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen können, wird Philippe Clairvaux ermordet. Capitaine Jacques Maillard ist für die Aufklärung des Mordes zuständig. Zusammen mit Meredith Bedford versucht er den Mord an dem Professor aufzuklären. Es kommt zu weiteren Toten und auch Meredith wird von einem unbekannten Autofahrer bedrängt. Deshalb liegt auch der Verdacht nahe, dass alles mit den Ausgrabungen in der Kirche zu tun hat. Meredith führt die Arbeit von Clairvaux weiter und stoßt dabei auf ein dunkles Geheimnis. Die Frage ist nur, wer steckt hinter all dem und warum.

Und hier kommt die Bruderschaft der Heiligen Marien ins Spiel, die bereits seit hunderten von Jahren existiert. Diese geheime Bruderschaft will Südfrankreich als neuen Mittelpunkt für die katholische Kirche machen und dazu sind ihnen alle Mittel recht. Sie besteht aus einem kleinen Kreis von Männern, die sich alle christliche Namen geben – Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Jeder hat eine bestimmte Aufgabe, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Geführt wird sie vom Prinzipal der Bruderschaft der Heiligen Marien. Die Bruderschaft vertritt die Meinung, dass eigentlich Südfrankreich das Zentrum der katholischen Kirche sein sollte.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde schon Jahre vorher ein junges Mädchen unter Drogeneinfluss künstlich befruchtet. In ihrem benommenen Zustand wurde ihr eingeredet, dass sie wie einst Maria als Jungfrau ein Kind vom Herrn empfangen und dieses Kind der neue Messias sein wird. Diesen wollten sie der Welt präsentieren, nachdem sie den Petersdom zerstört haben. Sozusagen als Retter in der Not. Da sie alleine nicht alles schaffen können,  suchen sie sich sogar Unterstützung bei einer islamistischen Terroristengruppe, die einen Terroranschlag auf dem Petersdom ausüben sollen.

Dieser Krimi ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Anfangs sieht es nach einem „normalen“ Krimi aus, aber schon bald merkt man, dass mehr dahinter steckt. Die Spannung baut sich langsam auf, immer wieder kommen neue Details zum Vorschein. Erst zum Ende hin erkennt man das ganze Ausmaß und das Buch endet mit einem Knall.

Besonders gut gefällt mir, dass es sich nicht rein um einen Verschwörungstheorie-Krimi handelt, sondern auch die aktuelle Thematik des Terrorismus behandelt wird. Nichts gegen Verschwörungstheorien, aber davon gibt es ja schon genug. Gerade deshalb kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen. Es zeigt einfach, dass es nicht nur beim Islam Fanatiker gibt und vor allem, dass sich Fanatismus auf verschiedene Arten zeigen kann. Hintergrund ist immer Religion und Macht. Jeder will sie haben.

Mein Fazit

Ein Buch, dass ich jeden Krimiliebhaber einfach ans Herz legen kann. Es beinhaltet einfach alles, was ein Krimiherz braucht. Die Spannung ist perfekt verteilt auf das gesamte Buch. Auch wenn man im Laufe der Geschichte immer mehr das Ausmaß hinter allem erkennt, weiß man bis zum Schluss nicht, wer der wahre Drahtzieher ist. Genau das liebe ich bei einem Krimi, wenn man wirklich erst am Ende erfährt, wer dahinter steckt.

 

Ein Kommentar zu „Verschwörung in der Camargue – Daniel Holbe, Ben Tomasson

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